Barco Residential: Exklusivdistribution für Deutschland und Österreich

Barco baut die Projektoren, die in kommerziellen Kinos hängen. Barco Residential überträgt diese Technik in private Kinoräume, inzwischen nicht mehr nur als Projektion, sondern auch als LED-Wand. Prime Theaters ist Exklusivdistributor für Deutschland und Österreich und beliefert Heimkinobauer, Integratoren und Fachhändler.

Warum ein Barco-Projektor kein großer Heimkino-Beamer ist

Der Unterschied fängt bei der Herkunft an. Barco kommt aus der professionellen Kinotechnik, wo ein Projektor jeden Tag mehrere Vorstellungen fahren muss und die Bildqualität nicht nachlassen darf. Diese Anforderungen prägen die Konstruktion: massive Gehäuse, ausgelegte Kühlung, eine Optik, die für große Bildbreiten gerechnet ist, und eine Laserlichtquelle, die auf Betriebsstunden statt auf Datenblattspitzen ausgelegt ist.

Technisch gemeinsam ist der Reihe die DLP-Bilderzeugung, die auch im gewerblichen Kino der Standard ist, in Verbindung mit der hauseigenen Elektronikplattform Pulse und einer selbst entwickelten Laser-Engine. Pulse ist dabei mehr als ein Markenname: Über die Plattform laufen Bildverarbeitung, Farbmanagement, HDR-Tonemapping und die Steuerung, und sie ist der Grund, warum sich die Geräte in ein Steuerungssystem sauber einbinden lassen.

Der praktische Unterschied im Projekt ist die Objektivauswahl. Ein Heimkino-Beamer bringt sein Objektiv mit. Ein Barco wird mit dem Objektiv bestellt, das zum Raum passt, und das verändert die Planung: Der Projektionsabstand ist nicht mehr das Ergebnis der Gerätewahl, sondern eine Vorgabe, die der Raum machen darf.

Die aktuellen Modellreihen

Die Residential-Reihe ist nach nordischer Mythologie benannt, und sie hat sich in den letzten beiden Jahren deutlich bewegt. Die Heimdall-Familie hat den Einstieg neu besetzt, mit RGB-Laser und nativer 4K-Auflösung im Einchip-DLP. Parallel ist Barco Residential über die Projektion hinausgegangen: Mit Runar steht eine LED-Wand für private Kinos im Programm, die Bildgebung ohne Projektor möglich macht.

  • Heimdall und Heimdall+: Einchip-DLP mit nativem 4K und RGB-Laser, rund 4.000 beziehungsweise 6.000 ANSI-Lumen, sehr weiter Farbraum, ausgesprochen leise, mit HDMI 2.1 und automatischer Formaterkennung
  • Heimdall+ Cinemascope: dieselbe Plattform mit Cinemascope-Seitenverhältnis, für Kinos mit fester Bildbreite
  • Bragi: RGB-LED als Lichtquelle statt Laser, moderat in der Lichtleistung, dafür sehr lange Lebensdauer und große Freiheit beim Lens-Shift
  • Njord, Hodr, Medea, Freya: die etablierten Laser-Modelle für unterschiedliche Bildbreiten und Lichtverhältnisse, bis in die Referenzklasse
  • Runar: die LED-Wand als Flaggschiff, feiner Pixelabstand, DCI-taugliches HDR, in Konfigurationen für DCI-4K und Cinemascope
  • TruePix Bifrost: die zweite LED-Wand-Linie für große Formate im privaten Kino

Die Angaben oben nennen die Merkmale, an denen sich die Reihen unterscheiden. Für die Auslegung ist die Datenblattzahl trotzdem nicht der entscheidende Wert, sondern die Leuchtdichte auf dem konkreten Tuch bei der konkreten Bildbreite und mit dem konkreten Objektiv. Wir rechnen das für Ihr Projekt durch und liefern die belastbaren Werte aus der aktuellen Herstellerdokumentation, statt Sie auf eine Datenblattzahl festzulegen, die im Raum anders ausfällt.

Ein Hinweis zu Bestandsprojekten: Ältere Modelle wie Balder, Loki oder Thor begegnen einem in vorhandenen Anlagen noch häufig. Für Nachrüstung, Ersatzteile oder eine Ablösung durch ein aktuelles Modell fragen Sie uns an, wir klären den Stand mit dem Hersteller.

Typische Projekte

Der klassische Fall ist der dedizierte Kinoraum mit abgedunkelter Umgebung, breitem Bild und einem Bauherren, der die Projektion als zentrale Investition begreift. Hier spielt die Reihe ihre Stärke aus, weil Kontrast und Farbtreue nicht gegen Umgebungslicht ankämpfen müssen.

Der zweite Fall ist der anspruchsvolle Medienraum, in dem Restlicht unvermeidbar ist. Dort geht es weniger um die letzte Kontraststufe als um Lichtreserve, und die Modellwahl fällt entsprechend anders aus. Wichtig ist hier die ehrliche Erwartungssteuerung beim Kunden: Ein heller Raum bleibt für einen Projektor ein heller Raum, auch für einen sehr guten. Genau an dieser Stelle ist die LED-Wand inzwischen die ernstzunehmende Alternative, weil sie das Bild selbst erzeugt und nicht gegen das Umgebungslicht anleuchten muss.

Der dritte Fall ist der Austausch in einer bestehenden Anlage, bei der Leinwand, Verkabelung und Einbausituation vorgegeben sind. Hier entscheidet die Objektivauswahl darüber, ob das Projekt ohne Umbau funktioniert, und genau das prüfen wir vorab durch.

Was vor der Planung geklärt sein sollte

Zuerst die Geometrie: Projektionsabstand, Bildbreite und die Lage des Projektors zur Bildmitte legen fest, welches Objektiv infrage kommt. Diese drei Werte brauchen wir, bevor über Modelle gesprochen wird. Wer den Projektor bestellt und danach den Raum misst, bestellt zweimal.

Zweitens Wärme und Geräusch. Geräte dieser Klasse geben Abwärme ab und machen Betriebsgeräusch. Beides gehört in die Planung, entweder über einen ausreichend belüfteten Technikraum oder über ein schallgedämmtes Gehäuse mit Zwangsbelüftung. Wer eine Hushbox erst nachrüstet, muss meist auch die Projektorposition korrigieren.

Drittens die Signalkette. 4K mit hoher Bildrate und HDR stellt Anforderungen an Leitungslängen und Übertragungstechnik, die man vor dem Schließen der Wände klären sollte. Und viertens die Stromversorgung: eigener Stromkreis, saubere Absicherung, und bei den großen Modellen der Blick auf den Anschlusswert, bevor der Elektriker den Verteiler plant.

Was wir als Exklusivdistributor dazu liefern

Wir rechnen Ihr Projekt vorab durch: Objektivwahl gegen Raumgeometrie, Leuchtdichte gegen Tuchtyp und Bildbreite, Modellwahl gegen das, was der Raum tatsächlich hergibt. Das ist der Teil der Arbeit, der später über zufriedene oder unzufriedene Bauherren entscheidet, und wir machen ihn lieber vor der Bestellung als nach der Montage.

Als Exklusivdistributor für Deutschland und Österreich bündeln wir außerdem Verfügbarkeit, Lieferzeiten und Konditionen an einer Stelle. Bei Fragen, die über die Standardantwort hinausgehen, holen wir den Hersteller dazu, statt Sie in eine Warteschleife zu schicken. Preislisten und Projektkonditionen liegen für Fachbetriebe im Händlerbereich bereit.

Häufige Fragen

Welche Barco-Produkte vertreibt Prime Theaters?

Wir vertreiben als Exklusivdistributor für Deutschland und Österreich das Residential-Programm von Barco: die RGB-Laser-Projektoren der Heimdall-Familie einschließlich der Cinemascope-Ausführung, Bragi mit RGB-LED sowie die etablierten Modelle Njord, Hodr, Medea und Freya, dazu die LED-Wände Runar und TruePix Bifrost, jeweils mit passender Objektivbestückung und Zubehör. Anfragen zu gewerblicher Kinotechnik beantworten wir projektbezogen.

Wer kann bei Prime Theaters Barco Residential beziehen?

Wir liefern ausschließlich an Gewerbe: Heimkinobauer, Systemintegratoren, Elektrofachbetriebe und Fachhändler. Endkunden vermitteln wir an einen autorisierten Reseller in ihrer Region. Wenn Sie als Betrieb neu bei uns einsteigen möchten, genügt eine kurze Nachricht über das Kontaktformular.

Projektor oder LED-Wand?

Eine LED-Wand erzeugt das Bild selbst und ist deshalb unabhängig von Raumverdunkelung und Projektionsabstand, was in Räumen mit Restlicht oder ohne Platz für einen Projektionsweg der entscheidende Vorteil ist. Dafür ist sie in Anschaffung und Einbau eine andere Klasse, sie braucht eine tragfähige Wandkonstruktion, Kühlung und einen Platz für die Ansteuerung, und der Ton muss neben statt hinter der Fläche sitzen. Wir gehen beide Varianten für Ihr Projekt durch, bevor sich der Bauherr festlegt.

Welches Barco-Modell passt in meinen Raum?

Das entscheidet sich über Projektionsabstand, Bildbreite, Tuchtyp und Umgebungslicht, nicht über die Raumgröße allein. Schicken Sie uns diese Werte, dann rechnen wir Modell und Objektiv für Sie durch und nennen die belastbaren Leuchtdichtewerte für Ihre konkrete Konstellation.

Distributionsanfrage stellen

Zurück zur Markenübersicht