Ascendo Immersive Audio baut Heimkinolautsprecher, die messtechnisch begründet sind statt mit Klangphilosophie beworben. Prime Theaters ist Exklusivdistributor für Deutschland und Österreich und beliefert Heimkinobauer, Integratoren und Fachhändler.
Warum koaxiale Lautsprecher im Heimkino den Unterschied machen
In einem Mehrwegelautsprecher sitzen Hochtöner und Tiefmitteltöner an verschiedenen Stellen der Schallwand. Das hört man: Je nachdem, wo im Raum jemand sitzt, kommen die Wege unterschiedlich lang an, und im Übergangsbereich entsteht ein Klangbild, das sich mit der Sitzposition verändert. In einem Wohnzimmer mit einem Sessel fällt das kaum auf. In einem Kino mit drei Sitzreihen ist es der Grund, warum Reihe eins anders klingt als Reihe drei.
Ascendo Immersive Audio setzt deshalb durchgängig auf koaxiale Treiber: Der Hochtöner sitzt im Zentrum des Tiefmitteltöners, beide strahlen aus demselben Punkt ab. Das Ergebnis ist eine echte Punktschallquelle mit einem Abstrahlverhalten, das über den ganzen relevanten Winkel gleichmäßig bleibt. Für ein Kino, in dem jeder Platz ein guter Platz sein soll, ist das kein Detail, sondern die Grundlage.
Der zweite Punkt ist die Ortung im Dreidimensionalen. Immersive Tonformate arbeiten mit Objekten, die sich im Raum bewegen sollen. Wenn die Lautsprecher selbst schon eine unscharfe Ortung liefern, verschenkt das System genau die Eigenschaft, für die der Bauherr bezahlt hat.
Wie das Programm aufgebaut ist
Der Katalog wirkt beim ersten Blick unübersichtlich, folgt aber einer klaren Logik. Ein Artikel wird über vier Merkmale beschrieben, und wer die Reihenfolge einmal verstanden hat, findet sich sofort zurecht.
Erstens die Baugröße: Der Modellname ist der Treiberdurchmesser in Zoll, von The5 bis The15 bei den Koaxialmonitoren und von The12 Sub bis The100 Sub im Tiefton. Zweitens die Linie: Modelle ohne Zusatz sind die Standardlinie, der Zusatz Pro steht für die Referenzlinie mit anderem Antrieb und anderem Gehäuse. Drittens die Bauform, also On Wall, Wedge für die geneigte Aufstellung, Narrow für schmale Einbauorte, Ceiling für die Decke. Und viertens die Ansteuerung, dazu gleich mehr.
- Koaxialmonitore The5 bis The15: die Leinwand- und Surroundkanäle, gestaffelt nach Treibergröße, in den Bauformen On Wall, Wedge, Narrow und Ceiling, ab The12 auch als Beryllium-Ausführung
- The Black Swan: das Spitzenmodell, ein Hornsystem mit koaxialem Kompressionstreiber und einem 15-Zoll-Mitteltieftöner, als Reference Cinema mit doppeltem 15-Zoll-Gehäuse. Version 2026 mit neuem Horn, neuem Hornhalter und überarbeitetem Mitteltieftöner, dazu die Ausführung Black Swan Carbon in Chrome und Gold
- The Halo 10 Cardioid: der große Leinwandkanal, ein 10-Zoll-Koax mit sechs 8-Zoll-Mitteltieftönern und nierenförmiger Abstrahlung, wenn die Rückwand nah ist
- Lautsprecher für LED-Wände: The Director, The8 Pro Passive LED Wedge und The10 Passive LED Phantom, für Räume, in denen es keine akustisch transparente Leinwand gibt, hinter der man die Frontkanäle verstecken könnte
- The Mule 10: der Kick Woofer für die Wandmontage, ab dem dritten Quartal 2026
- Subwoofer The12 Sub bis The21 Sub: geschlossen oder ventiliert, teils in flacher Bauform für den Einbau, je nach Modell passiv oder mit eigenem Verstärker
- Infraschall-Subwoofer The24 Sub bis The100 Sub: die eigene Klasse für Projekte, die unterhalb des Hörbaren arbeiten sollen, darunter der The28 Sub Squared als planarer Infraschall-Subwoofer, der von einstelligen Frequenzen bis in den Mittelton hinauf spielt
- Elektronik: die Endstufen der AIA-Serie, die DSP-Serie, die vielkanaligen GAN-Modelle mit integriertem DSP und die Dante-Wandler
Der Punkt, an dem in der Kalkulation die meisten Fehler passieren, ist die Ansteuerung, und dafür lohnt sich ein genauer Blick auf zwei ähnlich klingende Bezeichnungen. „Active" heißt: Der Verstärker sitzt im Gerät, es braucht nur Strom und Signal. Das betrifft vor allem die Subwoofer der Standardlinie. „Pro Active EXT" heißt das Gegenteil: extern angesteuert. Diese Modelle brauchen zwingend eigene DSP- und Endstufenkanäle aus dem Programm, beim Black Swan Reference Cinema sind es drei Kanäle pro Lautsprecher. Wer ein Set aus drei Frontkanälen anbietet und die Elektronik vergisst, liegt im Angebot deutlich daneben. Passive Modelle brauchen ebenfalls DSP und Endstufe, nur ohne die aktive Frequenzweichenarchitektur.
Beryllium ist keine eigene Linie, sondern eine Option auf den Pro-Modellen ab The12. Der Unterschied sitzt im Hochtonzweig: Beryllium hat ein Verhältnis von Steifigkeit zu Masse, das kein anderer verfügbarer Membranwerkstoff erreicht, die Schallgeschwindigkeit im Material liegt rund zweieinhalbmal so hoch wie bei Titan. Praktisch wandern die Partialschwingungen der Membran aus dem Hörbereich heraus, und was im Übertragungsbereich bleibt, ist sauberer. In einem Kino, in dem Dialogverständlichkeit über den Gesamteindruck entscheidet, ist das die Stufe, die man vorführen sollte, bevor man über den Preis spricht.
Zur Benennung, weil sie in Bestandsprojekten regelmäßig für Verwirrung sorgt: Die Kinomonitore hießen früher CCRM, der CCRM15 ist heute The15. Bei den Subwoofern liefen ältere Projekte unter Kürzeln wie SMSG 15, SMSG 24, SMSG 32 oder SMSG 50, die aktuelle Systematik nennt die Treibergröße direkt. Wenn Sie eine Bestandsanlage erweitern und nur die alte Bezeichnung vorliegen haben, ordnen wir das zu.
Ascendo Immersive Audio entwickelt und fertigt in Deutschland, der Sitz ist in Heilsbronn. Für Projekte mit Sonderabmessungen oder abweichenden Oberflächen ist das ein praktischer Vorteil: Der Weg zur Fertigung ist kurz, und Sonderwünsche scheitern seltener an der Logistik als an der Physik.
Typische Projekte
Die Marke spielt ihre Stärken dort aus, wo der Raum dem Kino gehört und nicht umgekehrt. Der häufigste Fall ist das dedizierte Heimkino mit akustisch transparenter Leinwand, hinter der die Frontkanäle auf Ohrhöhe stehen können, ergänzt um eine hohe Zahl an Surround- und Deckenkanälen. Genau in dieser Konstellation zahlt sich das gleichmäßige Abstrahlverhalten aus, weil sich die vielen Kanäle nicht gegenseitig verwaschen.
Der zweite typische Fall ist der Tiefton. Ein Kinoraum, der Infraschall sauber wiedergeben soll, braucht Membranfläche und Gehäusevolumen, nicht mehr Verstärkerleistung auf zu kleinen Treibern. Wir sehen häufig Projekte, in denen ein bestehendes Kino ausschließlich im Bassbereich nachgerüstet wird und danach subjektiv wie eine neue Anlage wirkt.
Der dritte Fall ist der Vorführ- und Demoraum beim Fachbetrieb selbst. Wer immersiven Ton verkaufen will, muss ihn zeigen können, und ein Demoraum, der die Unterschiede tatsächlich hörbar macht, verkürzt Verkaufsgespräche erheblich.
Was vor der Planung geklärt sein sollte
Die erste Frage ist der Platz hinter der Leinwand. Koaxiale Kinomonitore in Referenzgröße sind keine flachen Einbaulautsprecher, sie brauchen Tiefe und eine tragfähige Konstruktion. Wer das erst klärt, wenn der Trockenbau steht, verliert entweder Bildbreite oder Lautsprechergröße. Legen Sie die Bautiefe hinter dem Tuch fest, bevor der Rahmen bestellt wird.
Zweitens die Ansteuerung. Die Referenzmodelle sind extern angesteuert: DSP- und Endstufenkanäle stehen im Technikschrank, nicht im Lautsprecher. Das bestimmt den Platzbedarf im Rack, den Anschlusswert und die Zahl der Signalwege, die durch die Wand müssen, beim Black Swan Reference Cinema drei Kanäle je Lautsprecher. Wer das erst nach dem Rohbau rechnet, verlegt Leitungen nach. Rechnen Sie die Elektronik deshalb von Anfang an mit ins Angebot, sie ist bei diesen Modellen kein Zubehör, sondern Voraussetzung.
Drittens der Tiefton. Klären Sie früh, wie viele Subwoofer welcher Baugröße der Raum aufnehmen kann und wo sie stehen dürfen. Die Positionen entscheiden über die Gleichmäßigkeit des Bassbereichs im Sitzbereich mindestens so stark wie das Modell selbst. Und viertens die Statik: Wandhalterungen und Deckenmontagen für Lautsprecher dieser Gewichtsklasse gehören in die Planung, nicht in die Improvisation auf der Baustelle.
Was wir als Exklusivdistributor dazu liefern
Ein Ascendo-Projekt entscheidet sich an der Auslegung, nicht am Datenblatt. Wir gehen die Kanalkonfiguration mit Ihnen durch, bevor der Elektriker die Leerrohre setzt, prüfen die Bautiefe hinter der Leinwand gegen das gewünschte Modell und sagen Ihnen auch dann, wenn eine Kombination nicht aufgeht. Ein Projekt, das erst bei der Inbetriebnahme scheitert, kostet alle Beteiligten mehr als ein unbequemes Gespräch in der Planungsphase.
Als Exklusivdistributor für Deutschland und Österreich sind wir außerdem die Stelle, an der Verfügbarkeiten, Lieferzeiten und Sonderausführungen zusammenlaufen. Händler und Planer bekommen bei uns Zugriff auf aktuelle Preislisten und Projektkonditionen, bei technischen Fragen jenseits der Standardantwort holen wir den Hersteller dazu.
Häufige Fragen
Welche Ascendo-Produkte vertreibt Prime Theaters?
Wir vertreiben als Exklusivdistributor für Deutschland und Österreich das komplette Programm von Ascendo Immersive Audio: die Koaxialmonitore The5 bis The15, das Hornsystem The Black Swan einschließlich der Carbon- und Reference-Cinema-Ausführungen, den Leinwandkanal The Halo 10 Cardioid, die Lautsprecher für LED-Wände, den Kick Woofer The Mule 10, die Subwoofer The12 Sub bis The21 Sub, die Infraschallklasse The24 Sub bis The100 Sub sowie die Elektronik aus AIA-, DSP- und GAN-Serie. Beryllium ist ab The12 als Option auf den Pro-Modellen verfügbar.
Wer kann bei Prime Theaters Ascendo Immersive Audio beziehen?
Wir liefern ausschließlich an Gewerbe: Heimkinobauer, Systemintegratoren, Elektrofachbetriebe und Fachhändler. Endkunden vermitteln wir an einen autorisierten Reseller in ihrer Region. Wenn Sie als Betrieb neu bei uns einsteigen möchten, genügt eine kurze Nachricht über das Kontaktformular.
Was bringt die Beryllium-Ausführung gegenüber Titan?
Beryllium ist bei gleicher Masse deutlich steifer, die Schallgeschwindigkeit im Material liegt rund zweieinhalbmal so hoch wie bei Titan. Dadurch verschieben sich die Partialschwingungen der Membran aus dem hörbaren Bereich heraus. Hörbar wird das vor allem bei Dialogen und feinen Effekten im oberen Mittelton. Angeboten wird Beryllium nicht als eigene Baureihe, sondern als Option auf den Pro-Modellen ab The12 und auf dem Black Swan. Ob es den Aufpreis wert ist, entscheidet der Vorführtermin und nicht das Datenblatt, und genau deshalb empfehlen wir Fachbetrieben, die Variante im eigenen Demoraum verfügbar zu haben.
Bekomme ich Preise und Konditionen für Ascendo?
Preislisten und Projektkonditionen liegen im Händlerbereich hinter dem Login und sind je Hersteller freigeschaltet. Nach der Aufnahme als Fachbetrieb schalten wir Ihnen die Marken frei, die Sie tatsächlich führen. Für ein konkretes Projekt können Sie uns auch direkt anfragen, dann kalkulieren wir es mit Ihnen durch.